München – Opatija

Unsere erste Etappe der großen Balkan Tour ging von München über Österreich und Slowenien an die nördliche Spitze des Adriatischen Meeres. Unser Domizil dort war Opatija, ein kleiner Ort in der Nähe von Rijeka. Eine der Hauptattraktionen dort ist der Lungomare, eine schöne, 12km lange Uferpromenade, welche sich von Lovran bis nach Preluk erstreckt. Die Promenade verbindet einige historische Gebäude und Gedenkstätten. Villen und Hütten, welche sich in die Hänge schmieden, sind wirklich ein wunderbarer Anblick. Entlang der ganzen Promenade gibt es immer wieder die Möglichkeit, sich im Meer abzukühlen. In Opatija blieben wir zwei Nächte, hatten also nur einen vollen Tag, an welchem ich mir noch die Haare hab schneiden und die Reifen unseres Autos wechseln lassen (sie waren zwar nicht abgefahren, aber alt und womöglich porös. Und da wir noch einiges an Strecke vor uns hatten, haben wir lieber neue Reifen aufziehen lassen). Wir hatten also nicht allzu viel Zeit, uns Opatija genauer anzuschauen. Und dennoch ist uns Opatija auf Grund unserer Abendspaziergänge entlang der Promenade noch heute in sehr guter Erinnerung.
Wenn man in Opatija ist, sollte man sich einen kleinen Gang durch die Altstadt nicht entgehen lassen. Inmitten normaler Gebäude findet man hier und dort alte Villen und leerstehende, renovierungsbedürftige Häuschen, welche der Stadt ein gewisses Flair verleihen.

Unser Apartment war in einem Haus an einem kleinen Berg, welches zwar bedeutete, dass wir zum Ufer (und der Stadt) ein paar Höhenmeter überwinden mussten, wir dafür aber mit einem wunderbaren Panorama aus über das Meer mit Blick auf Rijeka belohnt wurden.
Die wunderbare Terrasse mit Palme, dazu Katzen, welche es sich in einem Garten gemütlich machten und der Klang des Meeres hat uns schnell das kalte München vergessen lassen.
Von der Terrasse aus durch ein kleines Tor, versteckt hinter einem Busch, gelangte man auf einen wunderschönen kleinen Pfad, welcher direkt zum Ufer führte. Ein wenig ungewohnt und überraschend war ein Wald aus Bambusbäumen, in welchem man kurz vor dem Ufer gelangte. Unsere Tochter war zwar bereits recht müde, konnte aber noch nicht schlafen. Es war fast als ob sie zu aufgeregt war, das Meer zum ersten mal in ihrem Leben zu sehen. Also wir dann schließlich die Promenade entlang schlenderten, hatte das Rauschen des Meeres, die Rufe der Möwen im Hintergrund und das diffuse Licht entlang der Promenade eine solch beruhigende Wirkung auf sie (und ebenfalls auf uns), dass sie nach keinen 5 Minuten eingeschlafen ist. Allein dieser Moment war es die lange und anstrengende Autofahrt von München hierher wert (insgesamt waren wir 10 Stunden unterwegs, unterbrochen von Still-/Wickel-/Ess- und Streckpausen. Weiteres siehe unten).

Erst jetzt kam das Gefühl, angekommen zu sein. Wir waren voller Vorfreude und gespannt auf die nächsten Tage.
Lass das Abenteuer beginnen!

Opatija
Lovetravellingfamily in Opatija

 

Opatija
Lovetravellingfamily in Opatija
Opatija
Lovetravellingfamily in Opatija
Opatija
Lovetravellingfamily in Opatija
Opatija
Lovetravellingfamily in Opatija

Tipps:

Da lange Autofahrten mit einem 8 Monate alten Baby für uns absolutes Neuland war, wurden aus den geplanten 5-6 Stunden Fahrt eine 10 Stunden lange Geduldsprobe.
Tipp Nummer 1
Babies können im Autositz schnell und viel schwitzen, selbst wenn es nicht sehr heiß ist und das Auto eine Klimaanlage hat. Ein komplettes Set an Wechselkleidern sollte daher immer griffbereit sein.
Tipp Nummer 2
Die meisten Autokindersitze sind (wieso auch immer) aus nicht wirklich baby-freundlichem Material, der synthetische Stoff ist kaum atmungsaktiv. Auch wenn unsere Klima sehr gute Arbeit geleistet hat, nach ca. 2-3 Stunden war Zosias Rücken nass von oben bis unten, und genauso war es auch der Kindersitz (und dabei haben wir keinen no-name Sitz sondern einen eigentlich recht guten Römer Baby Safe). Wir merkten schnell, dass etwas geändert werden musste, denn die meiste Zeit und die eigentliche Hitze stand uns ja erst noch bevor!
Lösung des Problems: Es gibt extra Sommerbezüge für die Babyschalen, meißt aus Frottee, welche dem Schwitzen entgegenwirken bzw. den Schweiß absorbieren können. Aber warum knapp 30€ für ein Stück Stoff ausgeben? Einfacher, universeller und besonders günstiger ist ein Handtuch oder einfach eine Wickelunterlage aus Stoff (nicht die Einmalunterlagen), welche den gleichen, wenn nicht noch besseren Effekt haben. Und da der Stoff nie komplett flach ausgelegt werden kann, bieten die Falten eine gewisse Lüftung an Babies Rücken. Wenn man eine Pause einlegt, kann der Stoff einfach kurz an die Autotür in den Wind gehangen und danach wieder verwendet werden (auch hier wäre es etwas aufwändiger, einen speziellen Bezug jedes mal ab- und aufzuziehen. Zusätzlich haben wir auch den Sitz selber bei Pausen in den Schatten/Wind gestellt, damit dieser etwas abkühlt.
Tipp Nummer 3
Pausen werden entsprechend Babies Rhythmus eingelegt. Das bedeutet: Schläft das Kind, wird so viel Strecke wie möglich zurück gelegt. Die Bedürfnisse der Eltern stehen dabei erst einmal im Hintergrund. Noch heute höre ich Justynas Stimme von der Rückbank flüstern, als Zosia endlich eingeschlafen ist: “go go go”

Unsere Nächste Etappe wird uns nach Makarska für drei Nächte führen, welches bereits recht südlich in Kroatien liegt. Ein wunderbarer Ort!

Der Artikel ist auch in EN verfügbar.

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Post Author: lovetravellingfamily

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